Lyrics

Mutter
2001
01.
Mein Herz brennt
02. Links 234
03. Sonne
04. Ich will
05. Feuer frei!
06. Mutter
07. Spieluhr
08. Zwitter
09. Rein raus
10. Adios
11. Nebel
01. Mein Herz brennt
Nun
liebe Kinder gebt fein acht
ich bin die Stimme aus dem Kissen
ich hab euch etwas mitgebracht
hab es aus meiner Brust gerissen
mit diesem Herz hab ich die Macht
die Augenlider zu erpressen
ich singe bis der Tag erwacht
ein heller Schein am Firmament
Mein Herz brennt
Sie
kommen zu euch in der Nacht
Damonen Geister schwarze Feen
sie kriechen aus dem Kellerschacht
und werden unter euer Bettzeug sehen
Nun
liebe Kinder gebt fein acht
ich bin die Stimme aus dem Kissen
ich hab euch etwas mitgebracht
ein heller Schein am Firmament
Mein Herz brennt
Sie
kommen zu euch in der Nacht
und stehlen eure kleinen hei?en Tranen
sie warten bis der Mond erwacht
und drucken sie in meine kalten Venen
Nun
liebe Kinder gebt fein acht
ich bin die Stimme aus dem Kissen
ich singe bis der Tag erwacht
ein heller Schein am Firmament
Mein Herz brennt
02. Links 234
Kann
man Herzen brechen
konnen Herzen sprechen
kann man Herzen qualen
kann man Herzen stehlen
Sie wollen mein Herz am rechten Fleck
doch seh ich dann nach unten weg
da schlagt es links
Konnen
Herzen singen
kann ein Herz zerspringen
konnen Herzen rein sein
kann ein Herz aus Stein sein
Sie
wollen mein Herz am rechten Fleck
doch seh ich dann nach unten weg
da schlagt es links
links zwo drei vier
Kann
man Herzen fragen
ein Kind darunter tragen
kann man es verschenken
mit dem Herzen denken
Sie
wollen mein Herz am rechten Fleck
doch seh ich dann nach unten weg
da schlagt es in der linken Brust
der Neider hat es schlecht gewu?t
Links
zwei drei vier
03. Sonne
Eins,
zwei, drei, vier, funf, sechs, sieben, acht, neun, aus
Alle
warten auf das Licht
furchtet euch furchtet euch nicht
die Sonne scheint mir aus den Augen
sie wird heut Nacht nicht untergehen
und die Welt zahlt laut bis zehn
Eins
Hier kommt die Sonne
Zwei
Hier kommt die Sonne
Drei
Sie ist der hellste Stern von allen
Vier
Hier kommt die Sonne
Die
Sonne scheint mir aus den Handen
kann verbrennen, kann euch blenden
wenn sie aus den Fausten bricht
legt sich heiss auf das Gesicht
sie wird heut Nacht nicht untergehen
und die Welt zahlt laut bis zehn
Eins
Hier kommt die Sonne
Zwei
Hier kommt die Sonne
Drei
Sie ist der hellste Stern von allen
Vier
Hier kommt die Sonne
Funf
Hier kommt die Sonne
Sechs
Hier kommt die Sonne
Sieben
Sie ist der hellste Stern von allen
Acht, neun
Hier kommt die Sonne
Die
Sonne scheint mir aus den Handen
kann verbrennen, kann dich blenden
wenn sie aus den Fausten bricht
legt sich heiss auf dein Gesicht
legt sich schmerzend auf die Brust
das Gleichgewicht wird zum Verlust
lasst dich hart zu Boden gehen
und die Welt zahlt laut bis zehn
Eins
Hier kommt die Sonne
Zwei
Hier kommt die Sonne
Drei
Sie ist der hellste Stern von allen
Vier
Und wird nie vom Himmel fallen
Funf
Hier kommt die Sonne
Sechs
Hier kommt die Sonne
Sieben
Sie ist der hellste Stern von allen
Acht , neun
Hier kommt die Sonne
04. Ich will
Ich
will
Ich
will dass ihr mir vertraut
Ich will dass ihr mir glaubt
Ich will eure Blicke spuren
Ich will jeden Herzschlag kontrollieren
Ich
will eure Stimmen horen
Ich will die Ruhe storen
Ich will dass ihr mich gut seht
Ich will dass ihr mich versteht
Ich
will eure Phantasie
Ich will eure Energie
Ich will eure Hande sehen
Ich will in Beifall untergehen
Seht
ihr mich?
Versteht ihr mich?
Fuhlt ihr mich?
Hort ihr mich?
Konnt ihr mich horen?
Wir horen dich
Konnt ihr mich sehen?
Wir sehen dich
Konnt ihr mich fuhlen?
Wir fuhlen dich
Ich versteh euch nicht
Ich
will
Wir
wollen dass ihr uns vertraut
Wir wollen dass ihr uns alles glaubt
Wir wollen eure Hande sehen
Wir wollen in Beifall untergehen - ja
Konnt
ihr mich horen?
Wir horen dich
Konnt ihr mich sehen?
Wir sehen dich
Konnt ihr mich fuhlen?
Wir fuhlen dich
Ich versteh euch nicht
Konnt
ihr uns horen?
Wir horen euch
Konnt ihr uns sehen?
Wir sehen euch
Konnt ihr uns fuhlen?
Wir fuhlen euch
Wir verstehen euch nicht
Ich
will
05. Feuer frei!
Getadelt
wird wer Schmerzen kennt
vom Feuer das die Haut verbrennt
Ich werf ein Licht
in mein Gesicht
Ein heisser Schrei
Feuer frei!
Bang
bang
Geadelt
ist wer Schmerzen kennt
vom Feuer das in Lust verbrennt
ein Funkenstoss
in ihren Schoss
ein heisser Schrei
Feuer frei!
Bang
bang
Feuer frei!
Gefahrlich
ist wer Schmerzen kennt
vom Feuer das den Geist verbrennt
bang bang
gefahrlich das gebrannte Kind
mit Feuer das vom Leben trennt
ein heisser Schrei
bang bang
Feuer frei!
Dein
Gluck
ist nicht mein Gluck
ist mein Ungluck
Bang
bang
Feuer frei!
06. Mutter
Die
Tranen greiser Kinderschar
ich zieh sie auf ein weisses Haar
werf in die Luft die nasse Kette
und wunsch mir, dass ich eine Mutter hatte
Keine
Sonne die mir scheint
keine Brust hat Milch geweint
in meiner Kehle steckt ein Schlauch
Hab keinen Nabel auf dem Bauch
Mutter
Ich
durfte keine Nippel lecken
und keine Falte zum Verstecken
niemand gab mir einen Namen
gezeugt in Hast und ohne Samen
Der
Mutter die mich nie geboren
hab ich heute Nacht geschworen
ich werd ihr eine Krankheit schenken
und sie danach im Fluss versenken
Mutter
In
ihren Lungen wohnt ein Aal
auf meiner Stirn ein Muttermal
entferne es mit Messers Kuss
auch wenn ich daran sterben muss
Mutter
In
ihren Lungen wohnt ein Aal
auf meiner Stirn ein Muttermal
entferne es mit Messers Kuss
auch wenn ich verbluten muss
Mutter
oh gib mir Kraft
07. Spieluhr
Ein
kleiner Mensch stirbt nur zum Schein
wollte ganz alleine sein
das kleine Herz stand still fur Stunden
so hat man es fur tot befunden
es wird verscharrt in nassem Sand
mit einer Spieluhr in der Hand
Der
erste Schnee das Grab bedeckt
hat ganz sanft das Kind geweckt
in einer kalten Winternacht
ist das kleine Herz erwacht
Als
der Frost ins Kind geflogen
hat es die Spieluhr aufgezogen
eine Melodie im Wind
und aus der Erde singt das Kind
Hoppe
hoppe Reiter
und kein Engel steigt herab
mein Herz schlagt nicht mehr weiter
nur der Regen weint am Grab
hoppe hoppe Reiter
eine Melodie im Wind
mein Herz schlagt nicht mehr weiter
und aus der Erde singt das Kind
Der
kalte Mond in voller Pracht
h ort die Schreie in der Nacht
und kein Engel steigt herab
nur der Regen weint am Grab
Zwischen
harten Eichendielen
wird es mit der Spieluhr spielen
eine Melodie im Wind
und aus der Erde singt das Kind
Hoppe
hoppe Reiter
und kein Engel steigt herab
mein Herz schlagt nicht mehr weiter
nur der Regen weint am Grab
hoppe hoppe Reiter
eine Melodie im Wind
mein Herz schlagt nicht mehr weiter
und aus der Erde singt das Kind
Hoppe
hoppe Reiter
mein Herz schlagt nicht mehr weiter
Am
Totensonntag horten sie
aus Gottes Acker diese Melodie
da haben sie es ausgebettet
das kleine Herz im Kind gerettet
Hoppe
hoppe Reiter
eine Melodie im Wind
mein Herz schlagt nicht mehr weiter
und auf der Erde singt das Kind
hoppe hoppe Reiter
und kein Engel steigt herab
mein Herz schlagt nicht mehr weiter
nur der Regen weint am Grab
08. Zwitter
Ich
hab ihr einen Kuss gestohlen
sie wollte sich ihn wiederholen
ich hab sie nicht mehr losgelassen
verschmolzen so zu einer Masse
so ist es mir nur allzurecht
ich bin ein schones Zweigeschlecht
zwei Seelen unter meiner Brust
zwei Geschlechter eine Lust
Zwitter
Ich
gehe anders durch den Tag
ich bin der schonste Mensch von allen
ich sehe wunderbare Dinge
die sind mir vorher gar nicht aufgefallen
ich kann mich jeden Tag beglucken
ich kann mir selber Rosen schicken
da ist kein zweiter und kein dritter
eins und eins das ist gleich
Zwitter
ich bin so verliebt
Zwitter
Iich bin in mich verliebt
Eins
fur mich eins fur dich
gibt es nicht fur mich
eins fur mich eins fur dich
eins und eins das bin ich
Ich
bin alleine doch nicht allein
ich kann mit mir zusammen sein
ich kusse fruh mein Spiegelbild
und schlafe abends mit mir ein
wenn die anderen Madchen suchten
konnt ich mich schon selbst befruchten
so bin ich dann auch nicht verzagt
wenn einer zu mir "Fick dich" sagt
Zwitter
ich bin so verliebt
Zwitter
Iich bin in mich verliebt
Eins
fur mich eins fur dich
gibt es nicht fur mich
eins fur mich eins fur dich
eins und eins das bin ich
09. Rein raus
Ich
bin der Reiter
du bist das Ross
ich steige auf
wir reiten los
du stohnst ich sag dir vor
ein Elefant im Nadelohr
Rein
Raus
Ich
bin der Reiter
du bist das Ross
ich hab den Schlussel
du hast das Schlo?
die Tur geht auf ich trete ein
das Leben kann so prachtvoll sein
Rein
Raus
Tiefer
tiefer
sag es sag es laut
tiefer tiefer
ich fuhl mich wohl in deiner Haut
und tausend Elefanten brechen aus
Der
Ritt war kurz
es tut mir leid
ich steige ab hab keine Zeit
muss jetzt zu den anderen Pferden
wollen auch geritten werden
Rein
Raus
Rein
(tiefer)
Raus (tiefer)
10. Adios
Er
legt die Nadel auf die Ader
und bittet die Musik herein
zwischen Hals und Unterarm
die Melodie fahrt leise ins Gebein
Los
Er
hat die Augen zugemacht
in seinem Blut tobt eine Schlacht
ein Heer marschiert durch seinen Darm
die Eingeweide werden langsam warm
Los
Nichts
ist fur dich
nichts war fur dich
nichts bleibt fur dich
fur immer
Er
nimmt die Nadel von der Ader
die Melodie fahrt aus der Haut
Geigen brennen mit Gekreisch
Harfen schneiden sich ins Fleisch
er hat die Augen aufgemacht
doch er ist nicht aufgewacht
Nichts
ist fur dich
nichts war fur dich
nichts bleibt fur dich
fur immer
11. Nebel
Sie
stehen eng umschlungen
Ein Fleischgemisch so reich an Tagen
Wo das Meer das Land beruhrt
Will sie ihm die Wahrheit sagen
Doch
ihre Worte frisst der Wind
Wo das Meer zu Ende ist
Halt sie zitternd seine Hand
Und hat ihn auf die Stirn gekusst
Sie
tragt den Abend in der Brust
Und weiss dass sie verleben muss
Sie legt den Kopf in seinen Schoss
Und bittet einen letzten Kuss
Und
dann hat er sie gekusst
Wo das Meer zu Ende ist
Ihre Lippen schwach und blass
Und seine Augen werden nass
Der
letzte Kuss ist so lang her
Der letzte Kuss
Er erinnert sich nicht mehr
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